Die Rhythmen der Natur und der Biodynamische Kalender

The Rhythms of Nature and the Biodynamic Calendar

In der Natur können wir viele Rhythmen erkennen. Man könnte sagen, dass das natürliche Leben von Rhythmus durchdrungen ist und dass der Rhythmus eines der Elemente ist, die es am meisten charakterisieren. Es gibt den Rhythmus von Tag und Nacht, den Rhythmus der Jahreszeiten, den Rhythmus der Gezeiten usw.

Wir können sehr kurze Rhythmen beobachten, die nur wenige Minuten dauern, wie das Atmen und den Herzschlag, sowie sehr lange Rhythmen, wie das Wachstum großer Bäume. Man kann auch die Schönheit beobachten, wie jeder Rhythmus sich mit den anderen synchronisiert und integriert, in dem, was wir als den Tanz des Lebens bezeichnen könnten.

Diese Rhythmen, die das Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen charakterisieren, sind in der Landwirtschaft sehr wichtig, und ihr Wissen und ihre Verwaltung können ein fundamentales Werkzeug sein, um gute landwirtschaftliche Erträge zu erzielen.

Die Grundlage des biodynamischen Kalenders für Aussaat, Bearbeitung und Umpflanzen, der in der biodynamischen Landwirtschaft verwendet wird, ist das Wissen nicht nur über die Rhythmen der Pflanzen und Tiere, sondern auch über die kosmischen Rhythmen, die sowohl Pflanzen als auch Tiere beeinflussen.

Die landwirtschaftlichen Rhythmen wurden seit langem durch bestimmte religiöse Feste in fast allen Ländern der Welt bestimmt. In Italien haben wir zum Beispiel den Sankt-Martins-Tag im November, der den Beginn des landwirtschaftlichen Jahres markiert, und die Santa Lucia im Dezember, die den dunkelsten Zeitpunkt des Jahres anzeigt, bis hin zum Sankt-Lorenz-Tag im August, der das Ende des Sommers für den Landwirt markiert.

Jeder dieser Momente ist geeignet, um bestimmte landwirtschaftliche Praktiken durchzuführen, und das Befolgen dieser Rhythmen erleichtert die Arbeit des Landwirts.

In der biodynamischen Landwirtschaft werden diese Rhythmen seit fast hundert Jahren studiert, und mit der Erfahrung vieler Landwirte konnten nützliche Richtlinien für den Anbau und die Viehzucht entwickelt werden. Jedes Jahr wird der biodynamische Kalender unter Verwendung astronomischer Daten erstellt, die jedes Mal unterschiedlich sind.

Wie kann man also trotz dieser großen Variabilität die Rhythmen erkennen, die für das Leben auf der Erde so wichtig sind?

Die Erfahrung hat die Landwirte dazu gebracht, sie nicht nur zu erkennen, sondern sie auch in gewisser Weise vorhersehen zu können. Im biodynamischen Kalender finden wir daher Hinweise, die von den erfahrensten Bauern interpretiert werden können, sowie Vorschläge für diejenigen, die noch nicht viel Erfahrung haben.

Es ist wichtig zu beachten, dass es in Bezug auf die kosmischen Einflüsse auf die Pflanzen Prioritäten gibt; das heißt, einige Himmelskörper müssen zuerst berücksichtigt werden.

Die Sonne ist der grundlegende Himmelskörper, der die Jahreszeiten und den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Sie bestimmt auch das Wachstum, die Reifung und schließlich den Tod der Pflanzen. Die Sonne erzeugt die Synthese von Zuckern und Stärke in den Pflanzen, daher muss ihr besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es ist wichtig, in der richtigen Jahreszeit zu säen und umzupflanzen und möglichst an einem Tag, an dem die Sonne scheint, auch wenn man in einem Gewächshaus sät. Der Einfluss der Sonne ist offensichtlich, aber er ändert sich in Qualität und Quantität je nach Breitengrad und Geologie des Bodens. Somit ist die Qualität eines Einflusses entscheidend für die Reifung von Früchten und Trauben. Darüber hinaus begünstigen auch die Sternbilder, die sich im Laufe des Jahres hinter der Sonne befinden, die Entwicklung bestimmter organoleptischer Eigenschaften mehr als andere.

Auch der Mond kann mit seinen Lichtstrahlen einen qualitativen Impuls auf die Pflanzen ausüben, indem er die Qualität jedes Organs begünstigt oder hemmt, z. B. ein frühes Schossen eines Salats. Der Mond spielt eine wichtige Rolle, um die Qualitäten einer Wurzel im Vergleich zu einem Blatt, einer Blume oder einer Frucht zu fördern.

In der biodynamischen Landwirtschaft werden daher nicht nur quantitative Aspekte betrachtet, sondern auch die Qualitäten der Trauben, die einen Essig voller Lebenskraft mit einzigartigen, hochrangigen organoleptischen Eigenschaften hervorbringen sollen. Qualitäten, die aus einem Anbau stammen, der den natürlichen Rhythmen im Einklang zwischen Erde und Kosmos gefolgt ist.

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